Abrechnung für ASV-Mitglieder

Jedes ASV-Mitglied rechnet seine Leistungen selbst nach den ASV-Abrechnungsbedingungen ab. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) stellt Rechnungen aus und unterstützt bei Fragen, die für die Abrechnung bei den Krankenkassen relevant sind.

Falls Sie auch andere Leistungen mit der KVH abrechnen, übermitteln Sie die ASV-Leistungen mit der Quartalsabrechnung.

Die Abrechnung beinhaltet

  • die Leistungen der ASV
     
  • die ASV-Teamnummer
     
  • die nach der ASV-Richtlinie gültigen Diagnosen (ICD-10-GM).

ASV-Leistungen werden bei Praxis-, Klinikärzten und Psychotherapeuten einheitlich vergütet – zu festen Eurobeträgen, extrabudgetär und ohne Mengenbegrenzung.

Welche Leistungen zur ASV gehören, können Sie den Anlagen zur ASV-Richtlinie entnehmen. Für jedes Krankheitsbild gibt es eine eigene Anlage, den sogenannten Appendix . In Abschnitt 1 sind alle Gebührenordnungspositionen (GOP) des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) aufgeführt, die in der ASV je nach Fachgruppe abgerechnet werden können.

Die Besonderheit in der ASV ist, dass Sie auch Untersuchungs- und Behandlungsmethoden abrechnen können, die nicht im EBM enthalten sind.

Die Vergütung dieser Leistungen erfolgt übergangsweise mit den bundeseinheitlichen Pseudoziffern (Abschnitt 2 Appendix) und nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Die Gebührensätze sind bis zur Aufnahme der Leistungen in Kapitel 50 oder 51 EBM festgelegt (Laborleistungen 1-facher, technische Leistungen 1,2-facher und übrige ärztliche Leistungen 1,5-facher Gebührensatz).

Die ASV verwendet die gleichen Formulare (beispielsweise Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) wie die vertragsärztliche Versorgung. Auf jedem Formular machen Sie kenntlich, dass es sich um einen ASV-Fall handelt indem Sie

  • die ASV-Teamnummer als Betriebsstättennummer angeben.
  • im Feld „Status" an der letzten Stelle die Ziffer „1“ eintragen.

Ausnahme: Wenn Sie Arzneimittel verschreiben, verwenden Sie das Rezept mit der eingedruckten Nummer „222222222“ (neunmal die zwei) in der Kodierleiste. Es ist wichtig, dass Sie nur diese Rezepte verwenden, damit die Verordnungen für ASV-Patienten nicht der vertragsärztlichen Abrechnung zugeordnet werden.

Die Überweisung in den ASV-Bereich kann für ein oder für mehrere Quartale erfolgen. Zum Zeitpunkt der Überweisung muss eine gesicherte Diagnose vorliegen, bei seltenen Erkrankungen reicht eine Verdachtsdiagnose. Der ASV-Arzt informiert seinen Kollegen über die Aufnahme und den Abschluss der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung. Die Überweisung in den ASV-Bereich kann für ein oder mehrere Quartale erfolgen. Zum Zeitpunkt der Überweisung muss eine gesicherte Diagnose vorliegen, bei seltenen und rheumatologischen Erkrankungen reicht eine Verdachtsdiagnose. Der ASV-Arzt informiert seinen Kollegen über die Aufnahme und den Abschluss der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung.

    Eine Überweisung ist erforderlich, wenn ein ASV-Facharzt aus der dritten Ebene hinzugezogen wird.

    Eine Überweisung ist nicht erforderlich, wenn

    • ein niedergelassener Facharzt mit ASV-Berechtigung Patienten in die ASV aufnimmt.
    • Patienten direkt aus dem stationären Bereich in ein ASV-Team der Klinik wechseln.
    • der Patient zu einem Mitglied des ASV-Kernteams aus erster und zweiter Ebene wechselt.

    Auch in der ASV gilt für Verordnungen von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln das Wirtschaftlichkeitsgebot.

    zuletzt aktualisiert am: 02.09.2019

    Ansprechpartner

    Team Sonderverträge

    Kassenärztliche Vereinigung Hessen

    Europa-Allee 90
    60486 Frankfurt

    Tel 069 24741-7777
    Fax 069 24741-68828
    sondervertraege(at)kvhessen(.)de

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